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Der EXPO-Auftritt der Solarregion Freiburg oder:
Der späte Triumph des Monsieur Mouchot

Auf der Weltausstellung 1878 unter dem Eiffelturm in Paris erregte ein eigenartiges Gerät eines gewissen Monsieur Augustin Mouchot Aufsehen. Aus der Mitte eines Parabolspiegels, der seine glitzernde Oberfläche zur Sonne richtete, ragte ein Zylinder, in dessen Inneren Dampfkraft einen Kolben auf und nieder stampfen ließ. Die so erzeugte Bewegungsenergie wurde auf ein Werk aus Pleueln und Zahnrädern übertragen, das wiederum eine Druckerpresse antrieb. Nicht nur über Dampfmaschinen und Motoren forschten die Tüftler des vorigen Jahrhunderts, sondern auch über die technische Nutzung von Strahlenenergie. Trotz vorzeigbarer Ergebnisse erlangte sie während des industriellen Aufbruchs der Menschheit keine energiewirtschaftliche Bedeutung. Auch die solare Druckerpresse des Monsieur Mouchot hat sich damals bekanntlich nicht durchgesetzt.

122 Jahre später kehrt die Solarenergie als Zukunftstechnologie des 21. Jahrhunderts in die Geschichte der Weltausstellungen zurück. Es ist den Anstrengungen der Stadt Freiburg und ihrer in Deutschland einzigartigen Vielfalt solarer Initiativen zu verdanken, dass die Sonnenenergie auf der EXPO 2000 in Hannover den ihr zustehenden Platz einnehmen darf – im Themenpark Energie neben den Großtechnologien, die aus der Verbrennung von Erdgas, Öl und Kohle Strom gewinnen.

Einen Blick in die Zukunft der regenerativen Energien bieten in der Hallenmitte des Themenparks Energie zwei "Medienringe". Ihre Innen- und Außenflächen demonstrieren in großformatigen Fotos und konkreten Exponaten bereits realisierte Projekte. Beispiele aus der Solarregion Freiburg zeigen Photovoltaik (Solarstrom), Solarthermie (Sonnenwärme) und solares Bauen.

Darüber schweben Segel, die Windenergie symbolisieren. Auf Biomasse macht ein Schilffeld aufmerksam. Auch Windkraft und Biomasse speisen sich letztlich aus Sonnenenergie, die der Erde den einzigen Energiezuwachs liefert.

Im Querschnitt durch ein Freiburger Solarhaus fügen sich die einzelnen technologischen Komponenten zusammen. Vorbild sind die Plus-Energie-Häuser der Solarsiedlung am Freiburger Schlierberg, die insgesamt mehr Energie gewinnen als sie verbrauchen.

Im zahnradartigen Ineinandergreifen der beiden Medienringe ergänzen sich globales Denken und lokales Handeln. Technik, deren Anwendungen im großen Ring vorgeführt werden, ist universal. Die lokalen und regionalen Voraussetzungen, die aus der verfügbaren Technik einen nachhaltigen Erfolg machen, sind überall anders. Der kleine Ring zeigt, woraus die Innovationskraft der Solarregion Freiburg entsteht: aus dem Zusammenwirken von Bürgerschaft, Politik, Forschung und Unternehmen.

Die Freiburger Ausstellung in Hannover ermuntert Besucherinnen und Besucher, die Solarregion Freiburg kennen zu lernen. Auch Monsieur Mouchot würde staunen, was sich in Freiburg mit Solarenergie alles in Bewegung gesetzt wird. Viel mehr als Druckerpressen.


Die Stadt Freiburg dankt ihren Sponsoren für die freundliche Unterstützung:

Trautwein GmbH
Denzlinger Strasse 12
79312 Emmendingen
T. 07641 / 4677-0
F. 07641 / 4677-70
Internet: www.trautwein-subaqua.com

Mit einem 750m² großen Solarkraftwerk auf dem Dach des Produktionsgebäudes produziert die Firma Trautwein in Emmendingen pro Jahr ca. 75.000 kWh und deckt damit über 100 Prozent des kompletten Strombedarfs.

Zur Produktpalette des bereits 1928 gegründeten Unternehmens gehören außer Wellnessbadewannen auch noch Geräte für die physikalische Therapie, Hubbadewannen und Patientenlifter.


Heiss Hydraulik+Pneumatik GmbH
Postfach 1229
79420 Heitersheim
T. 07634 / 51959-0
F.07634 / 51959-50
E-Mail: heiss-gmbh@t-online.de
Internet: www.heiss.de

Seit über zehn Jahren fertigt die Firma Heiss hochwertige Hydraulik- und Pneumatik Komponenten für die Industrie. Sie produziert nachhaltig mit Solar- und Windenergie. Die Solarstrom-Anlage auf einer Fläche von 550m² liefert jährlich ca. 60.000 kWh und somit 80 Prozent des Strombedarfs. Produktionsoptimierung und Ökologie sind für Heiss kein Widerspruch. Das innovative Unternehmen investiert in die Gewinnung alternativer Energien.


Badische Staatsbrauerei Rothaus AG
79865 Grafenhausen-Rothaus
T. 07748 / 522-0
F. 07748 / 522-79
E-Mail: info@rothaus.de
Internet: www.rothaus.de

Die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG wurde vom Benediktinerkloster St. Blasien 1791 gegründet. Mit traditionellen Rezepten und modernster Technik stellt Rothaus Biere höchster Qualitätsstufe her, die von Jahr zu Jahr mehr Anhänger finden.

Rothaus Tannenzäpfle ist mittlerweile zur Kultmarke für junge und junggebliebene Leute geworden. Im Herzen des Hochschwarzwaldes gelegen steht Rothaus im Bewußtsein der Verbraucher für intakte Umwelt, klares Wasser, saubere Luft, ebenso wie für Heimatverwurzelung und Qualität, kurzum für all das, was den Begriff Schwarzwald ausmacht.


Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau
Kaiser-Joseph-Str. 186-190
79098 Freiburg i.Br.
T. 0761 / 215-0
F. 0761 / 1409
E-Mail: info@sparkasse-freiburg.de
Internet: www.sparkasse-freiburg.de

Die Bank - Das Vertrauen - Der Erfolg..... dieses Leitmotiv bildet die Grundlage unserer Geschäftspolitik, um unserem hohen Anspruch als flächendeckende Universalbank, Direktbank und kompetente Beraterbank mit dem persönlichen Betreuungsservice in vollem Umfang gerecht zu werden.


Freiburger Energie- und
Wasserversorgungs AG, FEW

Tullastrasse 61
79108 Freiburg i.Br.
T. 0761 / 279-1
F. 0761 / 508283
Internet: www.fewfr.de

Als lokaler Energieversorger in mehrheitlichem Besitz der Stadt ist die Freiburg Energie- und Wasserversorgungs AG, FEW, dem Klimaschutz und einer fortschrittlichen Energiepolitik verpflichtet. Ein wichtiges Handlungsfeld ist der Einsatz rationeller Energieversorgungstechnologie. 50 Prozent des Strombedarfs werden derzeit schon aus umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Koppelung gedeckt. Die kostenlose Verteilung von Energiesparlampen (Aktion: Meister Lampe!) thematisierte den Bereich Energie/Strom sparen. Seit zehn Jahren ist die FEW auch in der Solarförderung aktiv. Und für die neuen ökologischen Stromprodukte "Regiostrom" und "Regiostrom plus" konnten seit letztem Jahr bereits 10.000 Kunden/innen gewonnen werden.


Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Postfach 1705
49007 Osnabrück
T. 0541 / 9633-0
F. 0541 / 9633-190
Internet: www.dbu.de

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ist eine der größten Stiftungen in Europa. Sie fördert innovative beispielhafte Projekte zum Umweltschutz aus den Bereichen Umwelttechnik, Umweltforschung und -vorsorge, Umweltkommunikation sowie Umwelt- und Kulturgüter.


Allgemeine Voraussetzungen für eine Förderung sind die folgenden drei Kriterien:

  • Innovation - Die Vorhaben müssen sich klar vom gegenwärtigen Stand der Forschung und Technik abgrenzen und eine Weiterentwicklung darstellen.
  • Modellcharakter - Die Innovation soll für eine breite Anwendung, z.B. eine ganze Branche, interessant sein und sich unter marktwirtschaftlichen Konditionen zeitnah umsetzen lassen.
  • Umweltentlastung - Mit der Innovation sollen neue, ergänzende Umweltentlastungspotentiale erschlossen werden.

Im Mittelpunkt der Förderung stehen kleine und mittlere Unternehmen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt will diesen Unternehmen ein Chance geben, ihre Ideen umzusetzen.